Ein Kurzzeitkredit trotz Schufa: ist das möglich?

Verbraucher, die kurzfristig Geld brauchen, haben mehrere Möglichkeiten, an ein Darlehen zu kommen. Während private Darlehen, reguläre Kredite bei der Bank, Dispokredite und Ratenkäufe relativ bekannte Möglichkeiten sind, ist der Kurzzeitkredit hingegen noch relativ unbekannt. Das liegt auch daran, dass dieser in Deutschland erst seit 2010 angeboten wird.

Was ist ein Kurzzeitkredit?

Ein Kurzzeitkredit ist nichts anderes, als ein gewöhnliches Darlehen. Der Unterschied zu den bekannteren Kreditformen besteht darin, dass der Darlehensbetrag am Ende der Laufzeit komplett zurückgezahlt werden muss. Ein regulärer Kredit hingegen ist langfristig angelegt und hat eine Laufzeit von mindestens zwölf Monaten. Der Kurzzeitkredit dagegen wird üblicherweise nur über einen Zeitraum von 30 Tagen vergeben, die Laufzeit lässt sich im individuellen Fall auch auf 60 Tage verlängern.

Diese Besonderheiten gibt es beim Kurzzeitkredit

Bei einem Kurzzeitkredit, der auch bei negativen Einträgen in der Schufa möglich ist, ist der Kreditrahmen begrenzt. Die Kunden können – je nah Anbieter – einen Betrag zwischen 100 und 3.000 Euro erhalten. Die Kreditnehmer müssen den Darlehensbetrag inklusive Zinsen komplett zurückzahlen, sobald die Fälligkeit eintritt. Zwar fragen die Kreditgeber auch bei einem Kurzzeitkredit Daten von der Schufa ab, jedoch bewerten sie diese nicht so streng, wie es bei einem regulären Kredit der Fall ist. Der Grund dafür liegt darin, dass relativ geringe Beträge nur für einen kurzen Zeitraum vergeben werden. Allerdings müssen Verbraucher zunächst einen laufenden Kurzzeitkredit abbezahlt haben, bevor sie den nächsten in Anspruch nehmen können.

Für wen lohnt sich ein Kurzzeitkredit

Kurzzeitkredite sind speziell auf Verbraucher zugeschnitten, die negative Einträge in der Schufa haben. Sie haben bei den entsprechenden Anbietern die beste Gelegenheit, einen Kredit zu bekommen, selbst wenn die Hausbank ein Darlehen verweigert.

Bestens geeignet sind Kurzzeitkredite für Verbraucher, die ein geregeltes Einkommen haben und kurzfristig einen finanziellen Engpass überbrücken müssen. Beispielsweise, weil eine unerwartete Autoreparatur ansteht oder ein wichtiges Gerät ersetzt werden muss.

Wo gibt es einen Kurzzeitkredit?

Die drei wichtigsten Anbieter für Kurzzeitkredite in Deutschland sind Xpresskredit, Cashper und Vexcash. Bei diesen ist eine schnelle und unbürokratische Abwicklung des Kreditantrages gewährleistet. Sobald die Bewilligung erfolgt ist, ist der Darlehensbetrag für den Verbraucher oft sogar noch am selben Tag verfügbar.

Hausfrauenkredit ohne Schufa beantragen

Darlehen, die einst als Hausfrauenkredit bezeichnet wurden, sind heute eher als Kleinkredite oder Kredite ohne Schufa bekannt. Sie sind dazu gedacht, dass Personen mit geringem oder gar keinem Einkommen unterstützt werden können. Interessenten sollten sich allerdings vorab über Möglichkeiten, Risiken und Pflichten informieren.

Den passenden Hausfrauenkredit finden

Eingeführt wurden Hausfrauenkredite zu einer Zeit, als Ehefrauen üblicherweise als Hausfrauen tätig waren und kein eigenes Einkommen hatten. Den Banken diente das Einkommen des Ehemannes als Sicherheit. Diese Kreditform ist heute allerdings auf eine größere Zielgruppe zugeschnitten. Nun können Kleinkredite von allen Personen beantragt werden, die kein festes oder nur ein geringes Einkommen von weniger als 400 Euro pro Monat haben. Sie müssen allerdings anderweitig abgesichert sein.

Meist wird ein Kredit für Hausfrauen mit Beträgen zwischen 5.000 und 50.000 Euro vergeben. Der Kreditnehmer muss allerdings volljährig sein, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und durch ein eigenes Einkommen oder den Partner abgesichert sein.

Gibt es Alternativen zur Absicherung durch den Partner?

Wer kein eigenes Einkommen hat und dennoch allein einen Kredit aufnehmen möchte, kann dies ebenfalls machen, sofern er der Bank eine Sicherheit anbieten kann. Beispielsweise kann er einen Bürgen benennen, der einspringt, falls der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Sofern das Darlehen für eine Anschaffung beantragt wird, kann auch eine Sicherungsübereignung erfolgen. In diesem Fall bleibt das jeweilige Produkt bis zur vollständigen Rückzahlung des Kredites im Besitz der Bank. Ohne Bürgen wird ein Hausfrauenkredit allerdings üblicherweise nicht vergeben – siehe https://hausfrauenkredite.info/.

Darauf sollten die Kreditnehmer achten

Bevor die Kreditnehmer den Darlehensvertrag unterschreiben, sollten sie die Angebote mehrerer Geldinstitute und deren Konditionen gründlich vergleichen. Wichtige Faktoren:

  1. Die Laufzeit sollte möglichst kurz gewählt werden, ohne mit der Ratenzahlung in Verzug zu kommen. Denn je schneller der Kredit getilgt ist, umso günstiger wird er, weil die Gesamtkosten sinken. Entscheidend ist der effektive Jahreszins, in den auch die Gesamtkosten eingerechnet sind.
  2. Wegen der mangelnden Absicherung gehen die Banken mit der Kreditvergabe ein höheres Risiko ein. Deshalb werden Hausfrauenkredite zu deutlich höheren Zinsen vergeben als reguläre Darlehen.

Die Verbraucher sollten sich im Vorfeld gründlich überlegen, welche Verbindlichkeiten sie sich leisten können. Dabei helfen eine Analyse der Kontoauszüge und eine Haushaltsrechnung.